DL2AM On The Air
Projekte und frühere Aktivitäten

foerdrpreis_ghz
50 Jahre DARC

Aufbau und Tests von zwei 76 GHz-Transvertern für Uni Italy

76 GHz Transverter

Aufbau und Test von zwei 76 GHz-Transvertern mit Wendeverstärker und eingebautem 76 GHz Zweikammer-Filter für Funk-Freunde (Foto 17)

Wendeverstaerker
2011

6 Funkgeräte für 122 GHz an 2 Universitäten in Tschechien und 2 Geräte an ein Forschungszentrum in Deutschland

Im April 2011 habe ich wieder auf Einladung von tschechischen Radio-Amateuren in Tri Studne (Drei Brunnen) einen Vortrag über GHz-Technik, d. h. über sehr hohe Frequenzen gehalten. Dies war bereits der dritte Besuch mit verschiedenen Vorträgen von meiner Seite.

Bei diesem Anlass hat mich Herr Ing. Kubicek im Auftrag von Prof. Dr. Ing. Kolka angesprochen, ob ich für die Universität Brünn drei komplette Sender und Empfänger einschl. Antennen für die sehr hohen Frequenzen von 122 GHz anfertigen würde, die für atmosphärische Forschungen eingesetzt werden sollen.

Nach einigem Zögern habe ich dem zugestimmt. Ich wusste wohl, was auf mich zukommt und dass es für mich eine große Herausforderung ist.

Immerhin werden von mir dabei Bauteile in der Größe von 250 µm verarbeitet und dies kann nur unter dem Mikroskop geschehen. Es war schon sehr viel Arbeit und Aufwand nötig, bis ich diese Funkgeräte so aufgebaut hatte, dass sie dem aktuellen Stand der Technik entsprochen haben. Meine erste Beschreibung dieser 122 GHz Funkgeräte in Fachzeitschriften stammt aus dem Jahre 2006, so muss ich sagen, dass ich seit dieser Zeit noch einige Verbesserungen vorgenommen habe.

Die Geräte müssen voll funktionsfähig und für Dauerbetrieb rund um die Uhr ausgelegt sein. Von den 6 Geräten sollte 1 System an die Universität Prag, Herrn Dipl. Ing. Milos Prchlik, Director of the CMI TESTCOM Praha und Dr. Vaclav Kvicera gehen. Diese sollten die gleichen Messwerte aufweisen. Durch meine langjährige Erfahrung mit dieser Materie – Microwellen – in die ich schon sehr viel Zeit und Aufwand investiert habe, ist mir die Annahme dieses Auftrages nicht so schwer gefallen. Im November 2011 ist Herr Prof. Dr. Kolka zu mir zweimal nach Friesenhofen gekommen, um die Geräte einschl. Antennen zu begutachten, zu testen und mitzunehmen. (Foto 03 Prof. Kolka u. Ph. Prinz) Herr Prof. Kolka lächelte immer wieder und an seiner Mimik konnte man die große Zufriedenheit ablesen, er hatte wohl schon sein Ziel vor Augen. (Foto 04 Funkgeräte)

Das technische Gespräch mit ihm war für mich höchst interessant. Auch sagte er, dass meine Messeinrichtung für Microwellen viel bessere wäre als bei der Universität in Brünn. Professor Kolka hat mich bei diesem Anlass eingeladen, ihn in der Uni Brünn zu besuchen.

Ich denke, dass ich von der Uni Brünn Informationen über Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen bei verschiedenen Wetterlagen über diese hohe Frequenz bekomme, die mir weiterhelfen Erfolg zu haben um den Weltrekord auf 122 GHz nach Europa zu holen.

Prof. Dr. Ing. Kolka (links) bei Philipp Prinz

Die 122 GHz Geräte für Tri Studne
1994

Die ersten Aktivitäten auf 10 GHz übers Mittelmeer

1994 hatte Hans, DJ4YJ, eine Reise nach Mallorca gemacht und ich DL2AM mit meiner Frau sind nach Genua gefahren. Wir versuchten die Ausbreitungs-Bedingungen zu testen über dem Mittelmeer. Es ging gleich sehr gut bei einer Entfernung von 720 km. Das hat uns animiert noch mehr zu versuchen. Weitere Versuche von Dieter, DJ4AM, Costa Brava, Adi DK3KM, Sizilien und DL2AM, La Spezia, Italien. Es kam von mir ein QSO mit Dieter zustande, Entfernung 1.075 km. Zu Adi, DK3KM ging es leider nicht. Anschließend waren weitere Versuche geplant von Gibraltar nach Paola/Süd-Italien, Entfernung 2000 km.

Vorher wurden Spiegel- und Geräte-Tests von DJ4YJ, DJ4AM und DL2AM vor dem großen Vorhaben gemacht auf dem Bogenberg .

Im April 1998 habe ich mit meiner Frau eine Besichtigungsfahrt auf der Suche nach einem Standort nach Süd-Italien gemacht. Ein für unsere Zwecke geeignetes QTH haben wir auf einem abgeschlossenen Klostergelände in der Nähe von Paola gefunden, Es lag am Mittelmeer, etwas 50 Meter über dem Wasser.

DJ4AM Dieter und DJ4YJ Hans fuhren nach Gibraltar und ich fuhr zu dem ausfindig gemachten Klosterplatz nach Paola. Die Entfernung zu beiden Standorten war ca. 2000 km. Die Versuche gingen Tag und Nacht, teilweise stündlich (Foto 02). Nach einer Woche vergeblicher Versuche und Mühe haben wir uns darauf geeinigt, den Test abzubrechen.

Insgesamt waren es mit Anfahrten für beide Seiten ca. 14 Tage Arbeit. Als ganzes gesehen im Rückblick war es eine schöne Zeit, die ich nicht vermissen möchte.

DJ4YJ Gibraltar

DL2AM Paola
Im Jahr 1974


Aufbau einer Warmwasseraufbereitung

Aufbau einer Warmwasseraufbereitung und Fußbodenheizung in der Küche, mit 6 Warm- wasser- Solarkollektoren, je eine Größe von 1,7 qm ergibt zusammen ca.10 qm. Diese selbstgebauten Kollektoren wurden auf meinem Hausdach auf der Südseite montiert. Dazu gehören 2 Wasserbehälter mit je 750 Ltr. Diese 1.500 Ltr. werden durch die Sonnenkollektoren aufgeheizt und verrichten noch heute ihren Dienst zufriedenstellend.
Solar Panels




Im Jahr
1978




Fotovoltaik-Solarkollektoren


Entwicklung von Fotovoltaik- Solarkollektoren bzw. Module für den allgemeinen Gebrauch. Zu dieser Zeit waren Fotovoltaik-Kollektoren noch Wenigen bekannt. Ein Modul hatte 12 Watt bei 6 Volt, 2 Amp., beide zusammen 12 Volt , 2 Amp. = 24 Watt. Die einzelnen 36 Silicium- Scheiben bezog ich von einem Foschungs- Labor, Kalifornien/USA.

In eine Alu-Platte von 10 mm Stärke fräste ich 18 Vertiefungen für die Silicium- Scheiben. Mit Silicon klebte ich diese Scheiben in die ausgefrästen Vertiefungen um eine gute Kühlung zu erreichen. Mit diesen Solar-Modulen machte ich unter anderem auch portablen Funkbetrieb beim BBT-Kontest, was dann große Probleme machte. Die Folge war eine Leistungsbeschränkung auf 6 Watt.

Bei diesen Fotovoltaik-Versuchen ist mir aufgefallen, dass die Paneels, in welchen die Silicium Scheiben eingebettet sind, in Betrieb sehr heiß werden. Ich hatte damals die Idee, in diese Paneels Wasserkammern einzubringen um eine Abkühlung zu erreichen und das warme Wasser gleichzeitig als Brauchwasser wieder zu verwenden. Das Abkühlen der Paneels bringt gleichzeitig einen wesentlich besseren Wirkungsgrad. Wenn man die Entwicklung auf diesem Gebiet bis heute bedenkt, war ich schon damals auf dem richtigen Weg. Als ich zu dieser Zeit ein funktionierendes Solar-Paneel für allgemeine Anwendung zur Verfügung hatte, war ich wohl einer der Ersten, denke ich, der über so ein Paneel mit dieser Leistung verfügte.

QSL BBT Solar 1978

Solarzellen




Im Jahr
1992



Aufbau eines Solarfahrrades


Aufbau eines Solarfahrrades, eines der ersten in Europa.
Die beiden Solar-Paneels besorgte ich von BP. Sie sagten, dies wären zur Zeit die Besten. Beide Paneels brachten es bei guten Sonnenschein auf 90 Watt, das sind 7,5 Ampere bei 12 Volt.

Von USA besorgte ich einen Scheiben-Kollektor-Motor. Die Leistungs-Steuerung mit den BUZ 10 -Mos-Fet baute ich selbst für den Antrieb. Ein Rennrad wurde schnell besorgt und umgebaut für diesen Zweck. Die Puffer-Batterie war eine Blei-Geel 12 Volt 12 Amperestunden.

Das Fahren mit diesem Solarfahrrad hat viel Aufsehen bei anderen Verkehrsteilnehmern verursacht.

Auf der Ebene konnte ich leicht 20 Km/h schnell fahren, nur angetrieben von der Sonne. Das ist jetzt 2 Jahrzehnte her, aber noch heute schwärme ich von jener Zeit.

In ganz Europa sind in Zeitungen Berichte und Fotos über dieses Solar-Fahrrad erschienen. (Original-Fotos)
Solarbike Riedweg

Solarbike


Fahrradfahren in den Alpen

Meine Frau und ich sind oft mit unseren Mountain-Bikes über Alpen-Pässe gefahren.

So fuhren wir unter anderen über das Furka-Joch, den Furka-Pass, den Klausen-Pass, den San-Bernhardino und den Hochgrat.

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir um das Jahr 1978 mit dem Fahrrad auf der Adelegg zum Schwarzen Grat gefahren sind und eine Wanderin laut und verwundert gerufen hat "Schau jetzt kommen sie schon mit den Fahrrädern herauf!"

Furka Pass